Projekt SPS-Pressensteuerung / SPS-Schnittstelle
Projektumfeld
Ein renommierter Kunststoffverarbeiter stellt Kunststoffplatten für die weiterverarbeitende Industrie her. Die einzelnen Platten werden je nach Verwendungszweck aus spezifischen Zutaten mit individuellen Rezepten aus Druck und Temperatur hergestellt. Die Kunststoffpressen werden per SPS angesteuert und die Steuerrechner sind untereinander vernetzt.
Ziel des Projektes war ein zentrales Steuerprogramm mit dem die Rezepte für einzelne Aufträge erstellt und in der Reihenfolge der Abarbeitung auf die einzelnen Pressen verteilt werden können. Zusätzlich sollten Daten für die Qualitätssicherung gesammelt und überwacht werden. Zusätzlich muss auf jedem Presserechner der Staus aller anderen Pressen zu sehen sein, damit die Wege der einzelnen Mitarbeiter verkürzt werden.
Die fertige Software besteht aus einer Presseaufsicht, einem Modul für die Mischerei und jeweils einem Modul auf jedem Presse-Rechner mit separater SPS-Schnittstelle. Durch die Vorlagerung der SPS-Schnittstelle ist es möglich die Software auch in einer heterogenen Maschinenumgebung, aus Pressen unterschiedlicher Hersteller, einzusetzen.
Die Kommunikation aller Programmteile geschieht über einen Microsoft SQL Express - Server.
Programmablauf
 Zunächst werden in der Presseaufsicht Rezepte für verschiedene Endprodukte angelegt. Diese Rezepte bestehen aus einer festgelegten Abfolge von Rezeptschritten die jeweils Temperatur und Druck für die Zeitdauer dieses Schrittes festlegen. Zusätzlich werden Delta's für jede Presse eingegeben, da Pressen unterschiedlicher Fabrikate für die Produktion des selben Endproduktes unterschiedliche Vorgaben benötigen.
Im nächsten Schritt werden die Aufträge angelegt, terminiert und auf die einzelnen Pressen vorverteilt. Ein Auftrag kann aus einer beliebigen Stückzahl von Platten bestehen die alle nach dem gleichen Rezept hergestellt werden. Bei der Verteilung auf die einzelnen Pressen werden anhand der, im Rezept hinterlegten Deltas, die genaue Masse und die spezifischen Abfolgen von Druck und Erhitzungsperioden berechnet. Die einzelnen Platten der Aufträge werden in den Warteschlangen der Pressen und in der Mischerei dargestellt. Der Mitarbeiter an der Aufsicht kann nun per Drag & Drop in die Reihenfolge der Pressewarteschlangen eingreifen um Terminierung und Rüstzeiten zu optimieren.
 Nun können die einzelnen Chargen in der Mischerei zusammengestellt und der Status der Platten auf gemischt gestellt werden.
Sobald eine Presse fertig ist kann der Pressemitarbeiter aus der Warteschlange den nächsten Teilauftrag auswählen.
Bevor der Auftrag zur Presse geschickt wird kann das Rezept feinjustiert werden. Das endgültige Rezept wird aus Gründen der Qualitätssicherung separat gespeichert.
 Die laufende Presse wird in kurzen Zeitabständen abgefragt und die Temperatur und Druckwerte werden lokal und auf dem zentralen Aufsichtsrechner protokolliert.
 Zusätzlich werden die aktuellen Daten jeder Presse auf allen Presserechnern und dem Zentralrechner in Zahlen und auch grafisch dargestellt.
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